ein sehr erfolgreicher Unternehmer hat uns einmal eine wichtige Regel im Umgang mit Geld anvertraut:
Spende stets zehn Prozent Deines Einkommens für gute Zwecke. Seit dieser Zeit waren wir auf der Suche nach einem sinnvollen Weg, armen Menschen nachhaltig zu helfen.
Lange Zeit fanden wir diesen aber nicht.
So mussten wir oftmals feststellen, dass Geschenke und Spenden den Menschen die Eigeninitiative und die Verantwortung für ihr Schicksal entziehen, statt sie zur Selbsthilfe anzuspornen und ihr Selbstvertrauen zu stärken. Hinzu kommt, dass diejenigen, die für die Verteilung von Hilfsgütern für die Armen zuständig sind, sich oft selbst zu den Begünstigten des Hilfsprogramms machen.
20 Jahre später, im Frühjahr 2009, drückt uns ein Geschäftspartner bei einem Abendessen in Hamburg ein Buch in die Hand und sagt: „Morgen haben wir einen langen Flug vor uns, lassen Sie uns dann über das Buch sprechen.“ Das Buch, die Biographie des Friedensnobelpreisträgers Prof. Muhammad Yunus (das Buch heißt: „Für eine Welt ohne Armut“ – Sie sollten es auch lesen), handelte von dem Aufbau der Grameen Bank, der Bank für Arme, in Bangladesh. Wir lasen das Buch noch in derselben Nacht und das darin beschriebene System der Mirkokredite für die Ärmsten der Armen war die Antwort auf unsere Frage und das Ziel unserer jahrelangen Suche. Auf dem Flug sprachen wir nicht über das Buch, sondern nur noch darüber, wie wir so schnell wie möglich, so vielen Menschen wie möglich, mit Mikrokrediten aus der Armut helfen könnten. Wir freuen uns auf Ihre Mithilfe.